Dienstag, 16. Februar 2016

Meine Nähmaschine: W6 Wertarbeit 1235 / 61

Am Anfang einer Nähkarriere stellt sich erstmal die Frage nach der passenden Nähmaschine. Bevor ich mir vor 3 Jahren meine erste Nähmaschine kaufte, hab ich ein paarmal auf der Nähmaschine meiner Mama probegenäht. Schnell stand fest, dass es etwas Eigenes werden sollte und so machte ich mich auf die Suche nach einer guten, nicht zu teuren Nähmaschine... man weiß ja nie, wie sich das Hobby so entwickelt oder ob man doch nicht so viel Spaß daran hat.

Ich setzte mir ein Limit von 200€ und schaute mich um. Der Stoffladen in meiner Nähe vertreibt die Marke Bernina, die etwas teurer ist, dafür aber sehr gut sein soll. Das Einsteigermodell kostet hier 200€ und man hätte den Service gleich vor Ort. Nach langem Überlegen, Recherchieren und Vergleichen entschied ich mich aber letztendlich für ein Modell der Marke W6 Wertarbeit. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte für mich hier einfach.

Nachdem ich die Maschine jetzt schon einige Zeit im Gebrauch und auch viele verschiedene Dinge genäht hab, dachte ich mir, ich stelle sie euch mal vor... vielleicht ist ja jemand von euch gerade auf der Suche ;-)




Optisch wurde die Maschine von mir etwas bearbeitet^_^ ihr seht hier lila-weiß-gepunktetes Washi-Tape, ein apricotfarbenes Washi-Tape als Abstandhalter an der Stichplatte und das abnehmbare Nadelkissen hab ich auch selbstgemacht. Schon ist sie ganz individuell ;-)


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Bevor wir gleich aber zu meinen Erfahrungen mit diesem netten Maschinchen kommen, hier erstmal ein paar Fakten im Überblick:


  • Modell: W6 Wertarbeit 1235 / 61 
  • 10 Jahre Garantie vom Hersteller 
  • 23 Nähprogramme: u.a. elastischer Blindstich, Dessousstich, Spezial Overlockstich, Zierstiche
  • Integrierter Nadeleinfädler
  • 4-Schritt-Knopflochautomatik






Stichlänge und Stichbreite der mechanischen Maschine können stufenlos verstellt werden und sie hat eine 4-Schritt Knopflochautomatik zum Nähen von Knopflöchern. Die Maschine wird mit dem wichtigsten Zubehör geliefert: Nadelkissen, Fußpedal, verschiedene Nähfüßchen, ein Nahttrenner, Nadeln, eine Abdeckhaube und mehr.






Ihr könnt zwischen 23 verschiedenen Stichen wählen: Vom einfachen Gerad- und Zickzackstich über diverse Zierstiche bis hin zu elastischen Stichen und einem Overlockstich gibt es hier einiges zu Entdecken. Richtig cool finde ich übrigens die Stiche J, K und L der oberen Reihe - die sind echt hübsch anzusehen! Unter der Stichübersicht seht ihr auch noch den Schnellknopf für das Rückwärtsnähen.






Die Maschine ist auch für Anfänger leicht zu bedienen und die ausführliche, deutsche Bedienungsanleitung ist leicht verständlich. Das weiße Kunststoffgehäuse ist gut verarbeitet und stabil. Nichts wackelt und alle Knöpfe und Hebel sind schnell erreichbar.

Man hat die Möglichkeit mit Freiarm zu Nähen. Das ist vor allem beim Kürzen von Hosen sehr praktisch. Hierzu kann man den Anschiebetisch einfach nach links abziehen. In diesem findet sich auch ein kleines Fach, in dem man Zubehör wie Nähfüße und Nadeln verstauen kann.

Was ich auch auf keinen Fall mehr missen möchte, ist der Schnelleinfädler! Ihr seht ihn unten auf dem Foto links oberhalb der Nadel. Ohne große Fummelei ist der Faden im Handumdrehen in der Nadel - genial!






Als letztes möchte ich euch noch die enthaltenen Nähfüßchen zeigen:






1 = normales Nähfüßchen 
Dieser Standardnähfuß eignet sich für Gerad-, Zickzack und diverse Zierstiche. Es ist der Fuß, den ich eigentlich immer auf der Maschine hab.

2 = Reißverschlussfüßchen
Mit dem Reißverschlussfuß könnt ihr problemlos Reißverschlüsse in eure Nähstücke einarbeiten. durch die Aussparung am Füßchen an der rechten Seite könnt ihr bequem am Plastikteil des Reißverschlusses vorbeinähen, ohne das etwas verrutscht.

3 = Blindstichfuß
Meine neu entdeckte Liebe ist dieser Nähfuß, mit dem man neben der eigentlichen Aufgabe des Blindstichs zum Beispiel auch ganz prima Kleidungsstücke mit Jersey- oder Bündchenstreifen einfassen kann. Das weiße Plastikteil wird entlang einer Kante geführt, wodurch man eine wunderbare, gerade Naht mit einem immer gleichen Abstand zur Kante nähen kann *schwärm*

4 = Knopflochnähfuß
Der Name sagt ja eigentlich schon alles ;-) mit diesem Füßchen werden die Knopflöcher genäht. Bisher hab ich das zweimal ausprobiert, klappt auch ganz gut, brauche ich nur nicht wirklich ;-)






Meine Fazit:

Ich bin nach wie vor vom Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Nähmaschine vollkommen überzeugt. Für knapp 150€ bekommt man ein super Einsteigermodell, das fast keine Wünsche offen lässt. Das Stichbild ist sauber und ordentlich und die Maschine verarbeitet verschiedenste Stoffe zuverlässig.

Einen kleinen Minuspunkt gibt es von mir, weil man den Nähfußdruck nicht manuell regulieren kann, wobei ich aber denke, dass das in dieser Preisklasse eher schwer zu finden ist. Der Nähfußdruck wird bei dieser Maschine per Feder automatisch reguliert, was aber bei ganz dünnen, elastischen Stoffen ein bisschen schwierig ist. Abhilfe schafft ein Obertransportfuß, den man im Originalzubehör der Marke findet.

Auch mit vielen Stofflagen und dicken, festen Stoffen wie Leder, hat die Maschine keine Probleme. Bisher war bei mir kein Nähstück zu dick. Dank dem integrierten Overlockstich und diversen elastischen Stichen können auch Kleidungsstücke prima genäht werden.

Ein dickes Plus gibt es natürlich auch für die lange Garantie von 10 Jahren. Um die zu bekommen muss man sich online registrieren.


Noch Fragen?! Dann fragen ;-)







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